SAMSTAG, 8.6.2024, 16-17 UHR

Besuch der Villa ten Hompel

Auf Einladung der Bürgervereinigung Kinderhaus traf sich am 8. Juni 2024 eine Gruppe von 12 Personen um 16 Uhr zu einem Besuch in der Villa ten Hompel. Der Rundgang durch das Museum erfolgte unter fachkundiger Leitung eines Museumsangestellten, der zu Beginn auf die Historie des Gebäudes einging. Benannt ist die Villa nach ihrem Erbauer, dem Zementfabrikanten Rudolf ten Hompel, der in der Zeit von 1928 bis 1940, zusammen mit seiner Familie, das Gebäude bewohnte. In der Zeit von 1940-1945 war hier die Kommandozentrale der Ordnungspolizei untergebracht. In der Nachkriegszeit beherbergte die Villa zunächst den Entnazifizierungsausschuss und später das Dezernat für Wiedergutmachung. Seit 1990 ist das Gebäude im Besitz der Stadt Münster und dient seit 1999 als Gedenkstätte für die Verbrechen der Ordnungspolizei in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Dauerausstellung, die beim Rundgang besich-tigt wurde, erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg sowie von den zögerlichen Versuchen der juristischen Wiederaufarbeitung und Wiedergutmachung im Nachkriegs-deutschland. Mit zum Teil erschütternden Bildern wird die enorme Dimension der Beteiligung von uniformierten Polizeikräften bei der Deportation und Vernichtung von Verfolgten des NS-Regimes dokumentiert.

7.4.2024 bis 26.5.2024

Ausstellung:  Karikaturen und Gemälde von Heinz Althoff

In der Zeit vom 7. April 2024 bis zum 26. Mai 2024 fand in den Räumen des Heimatmuseums eine interessante Kunstausstellung mit Werken des aus Münster stammenden Hobby-Künstlers Heinz Althoff statt. Zu sehen waren etwa 25 Karikaturen und abstrakte Gemälde in verschiedenen Maltechniken. 

11.2.2024 bis 26.5.2024

Ausstellung: Kinderhaus gestern und heute - Veränderungen im Stadtteil"

Die Ausstellung, die im Heimatmuseum zu sehen war, dokumentierte mithilfe zahlreicher Bilder sehr eindrucksvoll die Entwicklung von Kinderhaus. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestand Kinderhaus vornehmlich aus einer Ansammlung von Bauernhöfen und kleineren Gehöften mit etwa 500 Einwohnern. Heute ist Kinderhaus ein moderner Stadtteil mit einer gut ausgebauten Infrastruktur, in dem etwa 16000 Menschen leben. 

MITTWOCH, 8.5.2024, 18 UHR

Ein Jahrhundert in Münster - Fotografen, Fotografien und Geschichten aus den Jahren 1860 -1960 und etwas später

Vortrag von Henning Stoffers

Am 8.5.2024 war Henning Stoffers wieder einmal zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. In seinem Vortrag mit dem oben genannten Titel führte er die Zuhörerschaft auf unterhaltsame Art durch ein Jahrhundert Münsterscher Stadtgeschichte. Anhand von beeindruckenden Fotografien, Postkarten und Ansichtskarten präsentierte Herr Stoffers bekannte Gebäude und Straßen der Stadt, so wie sie zur damaligen Zeit aussahen. Die Mehrzahl der gezeigten Bilder stammt von namhaften Fotografen wie Friedrich Hundt, Josef Geyser, Carl Pohlschmidt, Pan Walther und vielen anderen. In seinem historischen Rückblick berichtete Herr Stoffers darüber hinaus vom gesellschaftlichen Leben im betrachteten Jahrhundert. Neben zahlreichen Aufnahmen von Münsters Cafés, Kinos, Kaffeewirtschaften, Kneipen und Tanzlokalen zeigte er auch Fotografien und ein kurzes Video vom Baden, Paddeln und Angeln an der Werse, was zur damaligen Zeit sehr beliebt war. Von besonderem Interesse für zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren die Bilder aus den 1950er bis 1970er Jahren. Viele erkannten dort Stadtmotive aus ihrer Jugendzeit, die es so heute nicht mehr gibt. Zum Abschluss präsentierte Herr Stoffers noch einige Bilder des Kinder-hauser Amateurfotografen Willi Zumbrock, der in den 1960er und 1970er Jahren zahlreiche Motive im Stadtteil Kinderhaus und der näheren Umgebung foto-grafierte. Unter anderem zeigen seine Aufnahmen die Situation vor und während der Entstehung der neuen Wohngebiete in der Brüningheide sowie entlang des Burlohs. 

Zu vielen der gezeigten Bilder wusste Herr Stoffers amüsante Anekdoten zu erzählen, was mit dazu beitrug, dass der etwa einhundert Minuten dauernde Vortrag bis zum Ende sehr unterhaltsam blieb. 

SAMSTAG, 4.5.2024, 11-17 UHR

Freiwilligentag im Gesundheitshaus

Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens veranstaltete die Freiwilligen-Agentur Münster am 4.5.2024 einen Freiwilligentag. Rund um das Gesundheitshaus an der Gasselstiege nutzten ehrenamtliche Organisationen die Gelegenheit, an ihren Infoständen interessierten Bürgerinnen und Bürgern ihre Arbeit vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen. Etwa vierzig gemeinnützige Gruppen aus unterschiedlichen Bereichen wie Soziales, Bildung, Integration, Inklusion, Migration, Brauchtum, Menschenrechte, Rettungsdienst etc. nahmen an dieser Veranstaltung teil. Die Bürgervereinigung Kinderhaus war ebenfalls dort mit einem Infostand vertreten. Etwa fünfzig Interessierte besuchten den Stand, um sich über die Aktivitäten der Bürgervereinigung sowie über das Heimatmuseum mit seinem umfangreichen Veranstaltungsangebot zu informieren.

Im Rahmenprogramm des Freiwilligentages wurden darüber hinaus weitere Infoveranstaltungen, Vorträge, ein Engagement-Markt und auch musikalische Darbietungen angeboten. Auch für das leibliche Wohl wurde umfassend gesorgt. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung.

 

 

MITTWOCH, 10.4.2024, 18 UHR

Die turbulenten Jahre 1918-1933 in Münster

Vortrag von Henning Stoffers

Am 10. 4. 2024 war Henning Stoffers wieder einmal zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. In seinem Vortrag berichtete er in seiner unterhaltsamen Art über das Leben in Münster in den Jahren von 1918-1933. Es ist die Zeit der Weimarer Republik. Soldaten kehrten aus dem ersten Weltkrieg zurück, eine tiefgreifende Inflation belastete das deutsche Volk, es herrscht große Arbeitslosigkeit, die Bevölkerung leidet unter Lebensmittelknappheit und Entbehrungen. Dennoch herrscht in den 1920er Jahre eine rege Bautätigkeit in der Stadt Münster. Verwaltungsgebäude, Schulen, Kliniken, Brücken, Kirchen und zahlreiche neue Siedlungen entstehen überall im Stadtgebiet. Außerdem wird ein für die Stadt sehr prägendes Objekt, der Aasee, gebaut. Im Jahre 1930 finden in Münster gleich drei Großereignisse statt. Der deutsche Katholikentag mit etwa 130.000 Besucherinnen und Besuchern, der Großflugtag in der Loddenheide und schließlich der Feuerwehrtag. Im gleichen Jahr wird auch Münsters neuer Bahnhof eröffnet. Im Jahre 1933 kommt es dann zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten mit dramatischen Veränderungen für das Leben in der Stadt. In den fünfzehn Jahren zwischen 1918 bis 1933 wuchs die Einwohnerzahl von Münster von 100.000 auf 125.000.

Zum Abschluss seines Vortrags berichtete Henning Stoffers noch über die Geschichte der Lichtspielhäuser in der Stadt. Im Jahre 1906 bekam Münster das erste feste Kino, das Ludgeri-Theater, aus dem später das Capitol wurde. Wenig später eröffneten dann weitere Lichtspielhäuser, wie das Prinzipaltheater am Prinzipalmarkt, die Schauburg, das Apollotheater sowie zahlreiche weitere Kinos, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren. 

SONNTAG, 7.4.2024, 15 UHR

Eröffnung der Ausstellung Karikaturen und Gemälde von Heinz Althoff"

Am 7. April 2024 um 15 Uhr eröffnete die oben genannte Ausstellung im Heimat-museum Kinderhaus. Etwa 30 interessierte Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um die Werke des Hobbykünstlers zu bewundern. Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch den 1. Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus, Herrn Dr. Christopher Görlich, richtete auch der Künstler ein paar Begrüßungsworte an die Anwesenden.  Er gab einen kurzen Überblick über die ausgestellten Gemälde und die Maltechniken, die bei der Erstellung der Exponate verwendet wurden. Rückblickend auf sein Schaffen als Hobbykünstler erklärte Herr Althoff anschließend, wie er zur Malerei kam und welchen künstlerischen Themenbereichen er sich schwerpunktmäßig widmete. Schließlich dankte er den Anwesenden für ihr Erscheinen und wünschte allen viel Vergnügen beim Rundgang durch die Ausstellung.

MITTWOCH, 6.3.2024, 18 UHR

Kaiserjahre-Kriegsjahre-Friedensjahre, Geschichten aus dem alten Münster

Vortrag von Henning Stoffers

Am 6.3.2024 war Henning Stoffers zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. In seinem Lichtbildvortrag mit dem Thema "Kaiserjahre-Kriegsjahre-Friedensjahre, Geschichten aus dem alten Münster" führte er die Zuhörerinnen und Zuhörer zurück in Münsters bewegte Zeiten, d.h. in die Jahre von etwa 1840 bis 1960. In seiner Präsentation zeigte Herr Stoffers zahlreiche beeindruckende Fotografien, Dokumente und Postkarten, die er über viele Jahre gesammelt hat.

In seinem historischen Rückblick, den er in mehrere Unterabschnitte gliederte, berichtete Herr Stoffers z.B. über Themen wie den Um- und Neubau des Münsterschen Bahnhofs, die Stadtentwicklung, Wasser- und Biergeschichten sowie auch über Münsters Cafés, Kneipen und Tanzlokale. Insbesondere die historischen Höhepunkte, wie etwa den Besuch von Kaiser Wilhelm II im Jahre 1907 oder den ersten Katholikentag im Jahre 1930, hob er besonders hervor. Ein zentrales Thema war natürlich auch die Zerstörung der Stadt zum Ende des zweiten Weltkriegs, die Herr Stoffers mit vielen erschütternden Bildern in Erinnerung rief. Die anschließende Wiederaufbauphase mit ihrer zum Teil dramatischen Wohnraumsituation sowie die damit verbundene Veränderung des Stadtbildes wurden im abschließenden Themenschwerpunkt des Vortrags behandelt.

Zu vielen der genannten historischen Ereignisse wusste Herr Stoffers amüsante Anekdoten zu erzählen, die mit dafür sorgten, dass die Zuhörerschaft dem fast zwei Stunden dauernden Vortrag bis zum Schluss aufmerksam folgte.

SONNTAG, 18.2.2024, 17 UHR

Harfenkonzert mit Frau Eva Bäuerle-Gölz

Am Sonntag, den 18.2.2024, fand im Heimatmuseum das traditionelle Harfenkonzert statt, das mit seinen harmonischen Klängen die Besucherinnen und Besucher schon seit vielen Jahren immer wieder begeistert. Etwa 15 Kinder und Jugendliche aus der Harfengruppe von Frau Bäuerle-Gölz zeigten in verschiedenen Solo- und Ensembledarbietungen ihr Können auf diesen beeindruckenden und wohlklingenden Musikinstrumenten. Die von Frau Bäuerle-Gölz ausgewählten Musikstücke sorgten darüber hinaus für ein sehr abwechslungsreiches Programm, vom Barock bis zur Klassik. Auch wenn die Zuhörerschaft aufgrund der hohen Besucherzahl dicht gedrängt sitzen musste, war die Begeisterung doch deutlich zu spüren. Die gesamte musikalische Darbietung und insbesondere die beeindruckende Leistung der jungen Talente wurden vom Publikum mit einem lang anhaltenden Schlussapplaus honoriert.

 

DONNERSTAG, 17.1.2024, 18 UHR

Grünkohlessen im Atrium

Am 17.1.2024 um 18 Uhr fand das traditionelle Grünkohlessen im Atrium am Sprickmannplatz statt. Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte der Vorsitzende der Bürgervereinigung Kinderhaus, Dr. Christopher Görlich, alle Gäste und dankte ihnen für ihr Erscheinen. Auch der Vorsitzende des internationalen Kultur-vereins Atrium, Clemens Krause, hieß alle Anwesenden herzlich willkommen. Das Thema des anschließenden Gastvortrages, der in diesem Jahr von Herrn Thomas Kollmann gehalten wurde, lautete: 50 Jahre Brüningheide". Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Entstehung der Nordwestschleife Anfang der 1970er Jahre sowie die Errichtung des Einkaufszentrums Anfang der 1980er Jahre. Anhand zahlreicher Bilder und Übersichtskarten berichtete der Gastredner detailliert über die Entwicklungsgeschichte der vergangenen 50 Jahre, die letztlich zum heutigen Erscheinungsbild des Stadtviertels Brüningheide" geführt hat. Abschließend ging Herr Kollmann noch kurz auf die aktuelle Wohnsituation in der Nordwestschleife ein.

Dann endlich war es soweit. Zur Freude der Anwesenden wurde der Grünkohl serviert, der allen Gästen offenbar gut schmeckte. Nach dem köstlichen Zweigängemenu blieb noch ausreichend Zeit für Gespräche mit Bekannten und Tischnachbarn. Insgesamt ein gelungener Abend.

MITTWOCH, 20.12.2023, 18.30 UHR

Letzte Kustodensitzung des Jahres 2023

Am 20.12.2023 kamen die Kustodinnen und Kustoden der Bürgervereinigung Kinderhaus zu ihrer letzten Sitzung des Jahres 2023 zusammen. Einziger Punkt auf der Tagesordnung war: Jahresausklang und gemütliches Beisammensein".

An einem weihnachtlich gedeckten Tisch traf sich das nahezu vollzählige Kustodenteam im Heimatmuseum zu einem gemeinsamen Abendbrot und anschließenden Gesprächen in froher Runde.

SONNTAG,10.12.2023, 15 UHR

Führung: Unsere besonderen Krippenschätze"

Unter den etwa 150 Exponaten der Krippenausstellung im Heimatmuseum Kinderhaus befinden sich einige besonders wertvolle Exemplare. Zu nennen wären hier die Krippen von Pietro und Albert Mazzotti sowie Künstlerkrippen aus dem vergangenen Jahrhundert. Aber auch einige individuell und liebevoll gestaltete Hauskrippen sowie zahlreiche Miniaturkrippen aus verschiedenen Ländern der Erde gehören zu den besonderen Schätzen. Diese wertvollen Exponate standen im Mittelpunkt der Führung, die fachkundig vom 2. Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus, Herrn Walter Schröer, geleitet wurde. 

Nach der Begrüßung der Besucherinnen und Besucher blickte Herr Schröer zunächst zurück auf die Geschichte der Krippentradition, deren Wurzeln bis zu Franz von Assisi zurückreichen. In Deutschland wird diese Tradition etwa seit dem Ende des 16. Jahrhunderts gepflegt. Beim anschließenden Rundgang durch die Ausstellung stellte Herr Schröer die genannten Krippenschätze vor und gab detaillierte Informationen zu den einzelnen Exponaten.

Nach etwa einer Stunde endete die Führung mit Kaffee und Gebäck für die Besucherinnen und Besucher. Herr Schröer bedankte sich bei den Gästen für ihr Erscheinen und wünschte allen einen guten Heimweg.

 

SONNTAG, 3.12.2023, 12-17 UHR

Eröffnung der großen Krippenausstellung

Am 3.12.2023 wurde die große Krippenausstellung im Heimatmuseum Kinderhaus eröffnet. In der Zeit von 12-17 Uhr hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, etwa 150 Exponate aus der umfangreichen Krippensammlung des Museums zu bewundern. Höhepunkt des Nachmittags war die musikalische Darbietung von Annemete Hein und Regina Hahn, die mit ausgewählten Liedern aus ihrem Adventsprogramm für vorweihnachtliche Stimmung sorgten. Bei Kaffee und Kuchen kam es darüber hinaus zu zahlreichen netten Begegnungen und angenehmen Gesprächen in kleinem Kreis. 

SONNTAG, 5.11.2023,15.30 UHR

Sonderführung „Vom Leprosenhaus zum Stadtteil - eine Siedlungsgeschichte"

Fast 16000 Menschen leben heute im Stadtteil Kinderhaus. Wer hier wohnt, kann eine gute Infrastruktur nutzen. Es gibt vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kitas, zahlreiche Ärzte, ein Schwimmbad und ein lebendiges Gemeinwesen. Das war nicht immer so.

Im Rahmen seiner Sonderführung stellte Herr Dr. Görlich die Entwicklungsgeschichte des Stadtteils vor, wobei er mit seinem Rückblick etwa im Jahre 1900 startete. Zur anschaulichen Erklärung der historischen Zusammenhänge nutzte er die zahlreichen Wandtafeln und -karten, die im Heimatmuseum Kinderhaus die Historie des Stadtteils dokumentieren.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestand der Ortsteils Kinderhaus vornehmlich aus einer Ansammlung von Bauernhöfen und kleineren Gehöften, wobei sich die Gesamteinwohnerzahl auf etwa 500 belief. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts siedelten sich dann einige Kleinunternehmen an, wie etwa der Tabakhandel Zimmermann, die Gärtnerei Moldrickx sowie der Betrieb von Ferdinand Eimermacher, der Öle und Fette für die Tierpflege produzierte. Unter dem allgemeinen Druck der damaligen Zeit, Wohnungen zu errichten, setzte dann in den 50-er Jahren eine rasante Bevölkerungsexplosion ein. Kleine Siedlungen u.a. am Janningsweg, am Hasenbusch, am Erlenkamp, am Konermannweg und rund um den Helgolandweg wurden errichtet. Außerdem wurden diese Neubaugebiete durch entsprechende Straßenverbindungen an die Grevener Straße angeschlossen. Im Jahre 1955 war die Einwohnerzahl von Kinderhaus bereits auf 5000 angestiegen. Der Höhepunkt der Besiedlungsgeschichte wurde in den 70-er Jahren mit dem Bau der Hochhäuser in der Nordwestschleife erreicht. Allein dieses Wohngebiet beheimatet heute mehr als 3500 Mitbürgerinnen und Mitbürger. Im gesamten Stadtteil Kinderhaus leben aktuell etwa 16000 Menschen.

Insgesamt war die Sonderführung von Herrn Dr. Görlich eine sehr informative und interessante Veranstaltung, bei der die Besucherinnen und Besucher einen guten Überblick über die Entwicklung und Besiedlung des Ortsteils Kinderhaus in den letzten 120 Jahren bekamen.

MITTWOCH, 1.11.2023, 12 UHR

Gedenken an die Verstorbenen der Bürgervereinigung Kinderhaus

Wie in jedem Jahr traf sich am 1.11.2023 um 12 Uhr eine kleine Gruppe der Bürgervereinigung Kinderhaus am Hochkreuz des Friedhofs, um der verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Als Zeichen der Verbundenheit und Anerkennung  legte der 1. Vorsitzende der Bürgervereinigung, Dr. Christopher Görlich, ein Gesteck am Fuße des Hochkreuzes nieder.

SONNTAG, 8.10.2023,15.30 UHR

Walter Schröer: „Besonderheiten an der St. Josef-Kirche und Führung auf das Gewölbe“

Eine Gruppe von etwa 30 interessierten Besucherinnen und Besuchern folgte der Einladung zu einem Rundgang um die St. Josef-Kirche. Die Führung wurde fachkundig geleitet vom 2. Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus, Herrn Walter Schröer, der viel Wissenswertes über die Kirche zu berichten wusste. Nach der Begrüßung der Gäste blickte Herr Schröer zunächst zurück auf die bewegte Geschichte der Pfarrkirche, deren Wurzeln bis in das 14. Jahrhundert zurückreichen. Als Nachfolgebau der ursprünglichen Leprosenkapelle hat das Gotteshaus im Laufe der Jahrhunderte mehrfach sein äußeres Erscheinungsbild verändert. Die zunächst der heiligen Gertrud gewidmete Kirche wurde im Jahre 1666, auf Veranlassung von Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen, in St. Josef-Kirche umbenannt. Rund um das Kirchengebäude gibt es in den Außenwänden zahlreiche Bildstöcke, Gedenktafeln, Reliefs, Wappen etc., die als zeithistorische Dokumente von der bewegten Geschichte der Pfarrkirche erzählen. Während des Rundgangs machte Herr Schröer die Besucherinnen und Besucher auf diese baulichen Besonderheiten aufmerksam und erklärte detailliert deren historische Hintergründe. Zum Abschluss der Veranstaltung bestand noch die Möglichkeit, die Gewölbe der Kirche von oben zu betrachten. Wer bereit war, sich über die enge Wendeltreppe bis in den Gewölbebereich vorzuwagen, dem bot sich eine beeindruckende Kulisse. Herr Schröer gab dort einige Informationen zu den Gewölbekonstruktionen sowie zu den von hier aus zugänglichen Aufhängungen für das Kreuz und die Lampen des Kirchenschiffs. Von besonderem Interesse war der aus dem 17. Jahrhundert stammende Schlussstein des Chorgewölbes, der beim Wiedereinbau, im Jahre 1953, von den Gewölbebauern mit einer Widmung versehen wurde. Mit dem beengten Abstieg vom Gewölbeboden  endete schließlich die etwa einstündige Veranstaltung.

DONNERSTAG, 21.9.2023,18 UHR

Lambertusspiel mit der Kita St. Josef

Einer alten münsterschen Tradition folgend, haben wir, gemeinsam mit den Kindern der Kita St. Josef, das Lambertusfest gefeiert. Dazu haben wir uns am 21.9.2023 um 18 Uhr auf dem Hof des Jugendheimes am Pastorsesch getroffen. Etwa 15 Minuten nach dem Beginn des Lambertusspiels fing es so heftig an zu regnen, dass die weitere Veranstaltung abgesagt werden musste. Um die enttäuschten Kinder zu trösten, wurde vereinbart, das Singspiel um die geschmückte Pyramide am nächsten Tag fortzusetzen. So trafen wir uns am Vormittag des 22.9.2023 erneut, um bei sonnigem Herbstwetter das Lambertusspiel zu einem guten Ende zu bringen. Wir hoffen, dass die Kinder, trotz der witterungsbedingten Unterbrechung, viel Spaß hatten. 

SAMSTAG, 16.9.2023

Ausflug der Kustodinnen und Kustoden

Bei idealem Herbstwetter fand am 16.9.2023 der diesjährige Ausflug der Kustodinnen und Kustoden statt. Das erste Ziel des Tages war der Sachsenhof in Greven-Pentrup. Die sachkundige Führerin vor Ort berichtete zunächst über die Ursprünge der Sachsen sowie über deren Verbreitung, insbesondere im norddeutschen und angelsächsischen Raum. Anhand der im Museum vorhandenen Wohn- und Speichergebäude erklärte sie die besondere Bauweise der Häuser und sprach über die dortigen Lebensverhältnisse zur damaligen Zeit. Nach einem guten Mittagessen ging es gestärkt weiter zum Bioenergiepark nach Saerbeck. Bei der Führung auf dem weiträumigen Gelände wurden die verschiedenen Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Sonne, Wind und Biomasse besichtigt, wobei deren Funktionsweise ausführlich erklärt wurde. Insgesamt war es ein erlebnisreicher Tag in froher Runde mit vielen interessanten Informa-tionen.

 

MITTWOCH, 13.9.2023, 19 UHR

Vortrag von Dr. Ralf Klötzer

„Von Speckpfründen und Armenhäusern“

Am Anfang des Vortrags stand ein kurzer historischer Rückblick auf die frühzeitliche Kirchenstiftung Kinderhaus, die seinerzeit unter Verwaltung des Rektors der Kinderhauser Kirche stand. In diesem Zusammenhang ging Herr Dr. Klötzer insbesondere auch auf die Historie des Pfründnerhauses ein, in dem sich heute das Heimatmuseum Kinderhaus befindet. Der zweite Teil des Vortrags konzentrierte sich auf das Thema Armenfürsorge in der Stadt Münster. Die Unterbringung der so genannten Pfründner erfolgte in den zahlreichen Armenhäusern, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren. Die Versorgung der Hilfsbedürftigen mit Lebensmitteln und Kleidung wurde durch die so bezeichneten Speckpfründe und andere Kapitalstiftungen sichergestellt.

Insgesamt gab der interessante Vortrag einen guten Einblick in die frühgeschicht-liche Entwicklung des Ortsteils Kinderhaus sowie in die damalige Armenfürsorge der Stadt Münster.

SONNTAG, 10.9.2023, 15 UHR und 16.30 UHR

Tag des offenen Denkmals

Unter dem Motto Entdeckungen auf dem Dachboden fand am 10.9.2023 der Tag des offenen Denkmals im Heimatmuseum Kinderhaus statt. Zu Beginn der Führungen wurde, in einem kurzen historischen Rückblick, über die verschiede-nen Nutzungen des Leprosoriums Kinderhaus, von seiner Gründung bis heute, berichtet. Im Mittelpunkt des anschließenden Rundgangs über den Dachboden des Pfründnerhauses stand ein hölzernes Winderad als Hauptbestandteil einer Seilzugvorrichtung, die auch heute noch voll funktionsfähig ist. Mit ihr wurden in früheren Zeiten schwere Lasten, wie etwa Säcke mit Nahrungsmitteln, auf den Speicher des Hauses gehoben.

SAMSTAG, 26.8.2023, 17-24 UHR

Nacht der Museen

Am Samstag, den 26. August 2023, öffneten die Museen und Galerien der Stadt Münster in den Abendstunden ihre Pforten zur Nacht der Museen. Auch das Heimatmuseum Kinderhaus nahm an dieser Aktion teil. In der Zeit von 17 - 24 Uhr hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zu einem abend-lichen Rundgang durch unser Museum, das mit seinen zahlreichen Exponaten die Geschichte, Besiedlung und Dorfentwicklung von Münsters Norden eindrucksvoll dokumentiert. Am Rande der gut besuchten Veranstaltung ergaben sich bei Zwiebelkuchen und Federweißem zahlreiche interessante und nette Gespräche zwischen den Gästen und den Kustoden der Bürgervereinigung.

SONNTAG,13.8.2023, 10-17 UHR

Kinderhauser Kitsch- und Krempelmarkt

Am Sonntag, den 13. August 2023, fand in der Zeit von 10-17 Uhr letztmalig der beliebte Kitsch- und Krempelmarkt rund um das Heimatmuseum statt. Bei idealem Sommerwetter nutzten die Besucher die Gelegenheit, noch einmal das vielseitige Angebot an Töpferwaren, Porzellan, Glasartikeln, Haushaltswaren etc. zu durchstöbern.

Neben den zahlreichen Schnäppchen gab es am Rande der gut besuchten Veranstaltung auch viele nette Begegnungen und Gespräche in angenehmer Atmosphäre.

MITTWOCH, 9.8.2023, 19 UHR

Manne Spitzer

Telgter Geschichten

Am Abend des 9.8.2023 war Manne Spitzer zu Gast bei der Bürgervereinigung Kinderhaus. Der in Freckenhorst geborene Buchhändler, Schauspieler und Kaba-rettist wuchs in Münster auf und lebte hier, bis er Anfang 2021 nach Telgte zog, in das Städtchen, das er selbst als kleine Metropole an der Ems bezeichnet. In seinem Programm Telgter Geschichten erzählte er zahlreiche unterhaltsame Geschichten und Anekdoten aus dem Lebensalltag von Mensch und Tier. Er berichtete beispielsweise über die Freuden, die man bei einem Besuch im Finanz-amt oder bei der Stadtverwaltung haben kann. Sehr amüsant auch die Ge-schichte vom verzweifelten Bankkunden, der bei überzogenem Bankkonto am Monatsende in eine Konversation mit dem Geldautomaten eintritt. Zum Ab-schluss präsentierte Herr Spitzer schließlich auf humorvolle Weise eine wissen-schaftliche Interpretation des bekannten Gedichtes Dat Pöggsken von Augustin Wibbelt. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, für die Herr Spitzer viel Applaus von der Zuhörerschaft erhielt.

 

MITTWOCH, 5.7.2023, 19 UHR

Dr. Elmar Lange

Der Max-Clemens-Kanal

Am Mittwoch, den 5.7.2023, war Herr Dr. Lange mit einem Vortrag zum Thema "Der Max-Klemens Kanal" zu Gast bei der Bürgervereinigung Kinderhaus. Im gut gefüllten Versammlungsraum des Heimatmuseums sprach Herr Dr. Lange über die Historie und den heutigen Zustand des Kanals. Darüber hinaus berichtete er über die Pläne zum neuen Rad-Wanderweg entlang des Kanals.

 

MITTWOCH, 14.6.2023, 19 UHR

Dr. Ruth Schneider-Moldrickx

„Der Garten, der größte Luxus unserer Zeit“

Am 14. Juni 2023 war Frau Dr. Ruth Schneider-Moldrickx zu Gast im Heimat-museum Kinderhaus . In ihrem gut besuchten Vortrag berichtete die Biologin und Gärtnerin über die Vielfalt unserer Gärten und unterstrich dabei insbesondere, welche besondere Bedeutung unsere Gärten als Rückzugsorte in einer Zeit voller

Hektik und Stress besitzen.

Ausstellung 16.4.-25.6.2023

Gregor Droste und Wilfried Beigel

Im Frühjahr 2023 präsentieren gleich zwei Künstler ihre Werke auf dem Dach-boden des Heimatmuseums: Grogor Droste und Wilfried Beigel zeigen eine überraschende Vielfalt ihres jahrelangen künstlerischen Schaffens.

MITTWOCH, 17.5.2023, 19 UHR

Annemete Hein

„Schlager der 30er Jahre"

Am Mittwoch, den 17. Mai 2023, war Annemete Hein im Kinderhauser Heimatmuseum zu Gast. In ihren einstündigen Soloprogramm intonierte die Musikerin am Keyboard zahlreiche Schlager aus den 1930er-Jahren. Es war jedoch mehr als ein Liederabend. Denn Annemete Hein trat nicht nur als Musikerin auf. Sie schlüpfte in die Rolle der „feschen Lola“ und zeigte ihr schauspielerisches Talent. Die zahlreichen Zuschauer erlebten ein Solo-Musical und waren begeistert. Erst nach mehreren Zugaben ließen die Zuschauer die Künstlerin von der kleinen Bühne abtreten.

„Menschen pflegen: Das ist meins“

Lesung mit Norbert Nientiedt

Mittwoch, 19.4.2023 18 Uhr

Am Mittwoch, den 19.4.2023, 18.00 Uhr, stellte Norbert Nientiedt im  Heimat-museum Kinderhaus sein neues Buch vor, in dem er zahlreiche Menschen, die in verschiedenen Bereichen der Pflege tätig sind, eindrucksvoll porträtierte.

MITTWOCH, 8.3.2023, 18 Uhr

Wofgang Schemann las aus seinen Büchern

Masematte-Abend im Heimatmuseum

Hamel Jontev hat der Masemattenabend in der Museumskabache in Kotenbeis gemacht. Der Masemattenfreier Wolfgang Schemann hat den hamelen Seegers und Kalinen die Masematte verkasematuckelt und aus seinen Masematten-fleppen viel toften Schmus gelabert. Alle mussten hamel schmergeln und hatten das Pani inne Döppen.

(Übersetzung: Viel Freude hat der Masemattenabend im Heimatmuseum in Kinderhaus gemacht. Der Masemattensprecher Wolfgang Schemann hat den vielen Männern und Frauen die Masematte erklärt und aus seinen Masemattenbüchern viele schöne Geschichten erzählt. Alle mußten viel lachen und hatten Tränen in den Augen).

Harfenkonzert im Heimatmuseum

Sonntag, 19.2.2023, 17 Uhr

Am Sonntag, den 19.2.2023, findet im Heimatmuseum Kinderhaus nach langer Corona-Pause wieder das traditionelle Harfenkonzert statt. Zehn Kinder und Jugendliche aus der Harfenmusik-Gruppe von Frau Eva Bäuerle-Gölz zeigen ihr Können an den beeindruckenden, selten zu hörenden  Instrumenten. Das Konzert beginnt um 17 Uhr in den Räumen des Heimatmuseums Kinderhaus. 

Grünkohlessen

Mittwoch, 18.1.2023, 18 Uhr

Am 18.1.2023 fand um 18 Uhr das traditionelle Grünkohlessen im Atrium am Sprickmannplatz statt. Nach dem wohlschmeckenden Drei-Gänge-Menü kam der Gastredner des Abends, Herr Dr. Jan Markus vom Amt für Stadtarchäologie, zu Wort. In seinem Vortrag mit dem Titel Neues aus der Unterwelt berichtete er über die neuesten archäologischen Funde an der Hobbeltstraße in Handorf sowie im Zentrum der Stadt Münster.

Nach dem Vortrag blieb noch ausreichend Zeit für  Gespräche mit Bekannten und Tischnachbarn. Insgesamt gesehen, ein gelungener Abend.