MITTWOCH, 27.5.2026, 18 UHR

Die Nachbarn als Bestatter

Vortrag von Dr. Thomas Schürmann

Am Mittwoch, den 27.5.2026, um 18 Uhr war der Volkskundler und Historiker Dr. Thomas Schürmann zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit am Kulturan-thropologischen Institut des Oldenburger Münster-landes in Cloppenburg arbeitet er an dem For-schungsschwerpunkt „Nachbarschaften und soziale Strukturen“. Dabei ist insbesondere auch die nachbarschaftliche Unterstützung bei Tod und Begräbnis ein zentrales Forschungsthema, über das Herr Dr. Schürmann im Rahmen seines Vortrags berichtete.

In vielen Orten des Münsterlandes gibt es feste Nachbarschaften. Sie feiern zusammen und leisten gegenseitige Unterstützung in größeren und kleineren Angelegenheiten, wie z.B. beim Hausbau oder der Erntehilfe. Zu den tradi-tionellen Nachbarsaufgaben gehörte auch die Hilfe bei Tod und Begräbnis. Vor allem im ländlichen Raum organisierten die Nachbarschaften bis nach dem zweiten Weltkrieg die komplette Bestattung. Neben der reinen Totenwache mit dem traditionellen Rosenkranzbeten, umfasste diese Aufgabe eine Vielzahl von zusätzlichen Dienstleistungen, wie das Waschen und Herrichten des Leichnams, das Schreiben der Trauerkarten, den Aushub und das Wiederverfüllen des Grabes, die Bereitstellung von Sargträgern, Hilfestellung beim Beerdigungs-kaffee etc. Der so genannte erste Nachbar, der federführend bei allen Aktivi-täten war, kümmerte sich darüber hinaus darum, die Verwandten und die Dorfgemeinschaft über den Todesfall zu unterrichten, die Sterbeurkunde zu besorgen, die Totenzettel und Trauerkarten vorzubereiten, das Seelenamt zu organisieren etc. 

Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gerät dieses Brauchtum zunehmend in Vergessenheit und wird nur noch in Einzelfällen praktiziert. Heutzutage werden diese Aufgaben weitestgehend von Bestattungsinstituten und Friedhofsgärtnern übernommen. 

MITTWOCH, 20.5.2026, 18 UHR

Vortrag: Der Löschzug Kinderhaus der Freiwilligen Feuerwehr

                 Historie, Einsätze, Brandschutz

Am Mittwoch, den 20.5.2026, um 18 Uhr war eine Vertreterin der Freiwilligen Feuerwehr zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. Ziel ihres Vortrags war es, den Zuhörerinnen und Zuhörern den Löschzug Kinderhaus vorzustellen.

Die Referentin startete ihre Präsentation mit einem Rückblick auf die Geschichte des Löschzuges, die bis in das Jahr 1904 zurückreicht. Während der langen Zeit ihres Bestehens war die freiwillige Feuerwehr an verschiedenen Standorten in Kinderhaus untergebracht. Den Anfang bildete ein kleines Gerätehaus an der Grevener Straße. Im Jahre 1964 wurde dann das neue Gerätehaus am Wangeroogeweg eingeweiht. Schließlich im Jahre 2016 erfolgte der Umzug in die neue Feuerwache an der Kristiansandstraße.

Im weiteren Verlauf ihres Vortrags berichtete die Referentin über verschiedene Brand- und Katastopheneinsätze, an denen der Löschzug Kinderhaus in den letzten Jahrzehnten maßgeblich mitgewirkt hat. Anschließend stellte sie die zur Verfügung stehenden Einsatzfahrzeuge mit den entsprechenden Gerätschaften sowie die persönliche Ausrüstung des Feuerwehrpersonals vor. Den Abschluss des Vortrags bildeten dann einige grundlegende Regeln zum vorbeugenden Brandschutz sowie zum Verhalten im Brandfall.

Unmittelbar vor dem Ende des Vortrags wurde die Referentin durch ihren Funkmelder zu einem Einsatz gerufen. Sie verließ augenblicklich den Veranstal-tungsort, um in Richtung Feuerwache zu eilen. Ein Feuerwehrkollege, der in der Zuhörerschaft saß, brachte dann den Vortrag zum Abschluss. 

SAMSTAG, 9.5.2026, 11-16 UHR

Freiwilligentag am Gesundheitshaus

Am 9.5.2026 fand am Gesundheitshaus an der Gasselstiege der diesjährige Freiwilligen-Tag statt. Zahlreiche ehrenamtliche Organisationen nutzten die Gelegenheit, an ihren Infoständen interessierten Bürgerinnen und Bürger ihre Arbeit vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen. Etwa fünfzig gemeinnützige Gruppen aus unterschiedlichen Bereichen wie Soziales, Bildung, Kultur, Inte-gration, Inklusion, Migration, Brauchtum, Menschenrechte, Rettungsdienst etc. nahmen an dieser Veranstaltung teil. Die Bürgervereinigung Kinderhaus war ebenfalls dort mit einem Stand vertreten. Etwa vierzig Interessierte besuchten den Stand, um sich über die Aktivitäten der Bürgervereinigung sowie über das Heimatmuseum mit seinem umfangreichen Veranstaltungsangebot zu informie-ren. 

Im Rahmenprogramm des Freiwilligentages wurden darüber hinaus weitere Infoveranstaltungen, Vorträge, ein Engagement-Markt etc. angeboten.  Auch für das leibliche Wohl wurde umfassend gesorgt; insgesamt eine gelungene Veranstaltung.

MITTWOCH, 6.5.2026, 15 UHR

Kinderhauser erzählen von früher

Gesprächsrunde

Am Mittwoch, den 6.5.2026, um 15 Uhr fand im Heimatmuseum Kinderhaus eine Gesprächsrunde statt, in der ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger über ihre Kindheit und Jugendzeit in Kinderhaus berichteten.

Mehr als 20 Personen waren der Einladung der Bürgervereinigung Kinderhaus (BVK) gefolgt. Nach der Begrüßung durch den zweiten Vorsitzenden der BVK, Walter Schröer, startete dieser die Runde, indem er das Stichwort „Kindergarten“ in den Raum stellte. Von da ab lief der Gesprächskreis wie von selbst. Alle Beteiligten steuerten ihre Erfahrungen bei, die sie z. B. mit Tante Angela und Schwester Venerabilis gemacht haben. Folgerichtig schloss sich das Thema Schule an. Die Eigenschaften und Eigenarten der seinerzeit aktiven Lehrerinnen und Lehrer wurden wieder in Erinnerung gerufen. Eine Vielzahl von weiteren Themen, wie etwa die Besiedlung von Kinderhaus in den letzten siebzig Jahren, die Villa Zimmermann, die Fronleichnamsprozession, das Grünhaus, die Bonbon- und Marzipanfabrik etc., wurden ausführlich besprochen. Insgesamt war es eine fröhliche Gesprächsrunde. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereitete es offensichtlich viel Spaß, die alten Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es zur großen Freude aller Anwesenden noch Kaffee und Kuchen. Die Gäste bedankten sich bei der Bürgervereinigung Kinderhaus und baten darum, diese Veranstaltung im nächsten Jahr erneut anzubieten.   

MITTWOCH, 8.4.2026, 18 UHR

Vortrag von Prof. Dr. Friedrich Bahmer:

Wunder aus toten Händen

Am Mittwoch, den 8. April 2026, um 18 Uhr war Herr Prof. Dr. Bahmer von der Gesellschaft für Leprakunde e.V. zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. In seinem Vortrag mit dem o.g. Titel berichtete er über das Leben und Wirken des leprakranken Bildhauers und Baumeisters Aleijadinho, der von 1738 bis 1814 in Brasilien lebte.

Der vollständige Name des Künstlers war Antônio Francisco Lisboa. Seinen Spitz-namen, der so viel bedeutet wie „Krüppelchen“, erhielt er aufgrund seiner Lepra-erkrankung, die insbesondere seine Hände verstümmelte. Er entwarf zahlreiche beeindruckende Sakralbauten und schuf eine Vielzahl religiöser Skulpturen von außerordentlicher Qualität und erstaunlichem Formenreichtum. 

Um sich persönlich einen Eindruck von Aleijadinhos Kunstwerken zu verschaffen, reiste Prof. Bahmer selbst nach Brasilien. Er berichtete über seine Reise, die ihn nach Ouro Preto, dem Heimatort des Künstlers, sowie in die nahe gelegene Stadt Congonhas führte. An beiden Standorten gibt es mehrere Kirchengebäude sowie zahlreiche Skulpturen und Statuen, die von Aleijadinho geschaffen wurden. 

SONNTAG, 29.3.2026, 15 UHR

Ostereierfärben im Heimatmuseum Kinderhaus

Das Einfärben und Bemalen von Eiern zur Osterzeit haben eine lange Tradition. Das in früheren Zeiten sehr beliebte Einfärben mit Naturfarbstoffen, z.B. verschiedenen Gemüsesorten, ist weitestgehend in Vergessenheit geraten. Um diese alten Färbeverfahren wieder aufleben zu lassen, fand am Sonntag, den 29. März 2026, ab 15 Uhr ein Aktionsnachmittag für Kinder im Heimatmuseum Kinderhaus statt. Dort wurden die alten Techniken gezeigt und direkt auspro-biert. Mit vielen guten Ideen und unter vollem Einsatz haben die Kinder, zusammen mit ihren Eltern, die Ostereier kunstvoll gestaltet. Die fröhlichen Kindergesichter am Ende der Veranstaltung lassen vermuten, dass es den Jüngsten gut gefallen hat. 

SONNTAG, 15.2.2026, 17 UHR

Harfenkonzert mit Frau Eva Bäuerle-Gölz

Am Sonntag, den 15.2.2026, fand im Heimatmuseum das traditionelle Harfen-konzert statt, das schon seit vielen Jahren die Besucherinnen und Besucher immer wieder aufs Neue, mit seinen harmonischen Klängen begeistert. Etwa fünf Schülerinnen und Schüler aus der Harfengruppe von Frau Bäuerle-Gölz zeigten in verschiedenen Solo- und Ensembledarbietungen ihr Können auf diesen beeindruckenden und wohlklingenden Musikinstrumenten. Die von Frau Bäuerle-Gölz sorgfältig ausgewählten Musikstücke sorgten darüber hinaus für ein sehr vielfältiges und abwechslungsreiches Programm. Auch wenn die Zuhörerschaft, aufgrund der hohen Besucherzahl dicht gedrängt sitzen musste, war die Begeisterung doch deutlich zu spüren. Die gesamte musikalische Darbietung und insbesondere die beeindruckende Leistung der jungen Talente wurden vom Publikum mit einem lang anhaltenden Schlussapplaus honoriert.

MITTWOCH, 14.1.2026, 18 UHR

Traditionelles Grünkohlessen im Atrium am Sprickmannplatz

Am 14.1.2026 fand um 18 Uhr das traditionelle Grünkohlessen im Atrium am Sprickmannplatz statt. Zum Auftakt der gut besuchten Veranstaltung begrüßte der Vorsitzende der Bürgervereinigung Kinderhaus, Dr. Christopher Görlich, alle Gäste ganz herzlich und dankte für ihr Erscheinen. Auch der Vorsitzende des internationalen Kulturvereins Atrium, Clemens Krause, hieß alle Anwesenden herzlich willkommen. Das Thema des anschließenden Gastvortrages, der in diesem Jahr von Frau Kriminalhauptkommissarin Bruns gehalten wurde, lautete: „Im Alter sicher leben, Betrugsmaschen, falsche Handwerker, Taschendiebstahl“. Anhand zahlreicher Fallbeispiele berichtete die Referentin über die perfiden Methoden, mit denen die zum Teil professionell geschulten Betrüger versuchen, insbesondere ältere Leute um ihr Hab und Gut zu bringen. Frau Bruns gab einige Tipps, wie man diese Betrugsmaschen frühzeitig erkennen kann und wie es gelingt, sich durch gezielte Verhaltensregeln vor dem Zugriff der Täter zu schützen. 

Nach dem Vortrag war es dann endlich soweit. Zur Freude aller Anwesenden wurde der Grünkohl serviert, der allen Gästen offensichtlich ganz gut schmeckte. Nach dem köstlichen Zweigängemenü blieb noch ausreichend Zeit für Gespräche mit Bekannten und Tischnachbarn. Insgesamt ein unterhaltsamer Abend in angenehmer Atmosphäre.

 

MITTWOCH, 17.12.2025, 18 UHR

Letzte Kustodensitzung des Jahres 2025

Am 17.12.2025 kamen die Kustodinnen und Kustoden der Bürgervereinigung Kinderhaus zu ihrer letzten Sitzung des Jahres 2025 zusammen. Einziger Punkt auf der Tagesordnung war: „Jahresausklang und gemütliches Beisammensein".

An einem reich gedeckten Tisch traf sich das nahezu vollzählige Kustodenteam im weihnachtlich geschmückten Heimatmuseum zu einem gemeinsamen Abend-essen und anschließenden Gesprächen in froher Runde. 

SONNTAG, 30.11.2025, 15-17 UHR

Eröffnung der großen Krippenausstellung

Am 30.11.2025 wurde die große Krippenausstellung im Heimatmuseum Kinderhaus eröffnet. In der Zeit von 15-17 Uhr hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, etwa 300 Exponate aus der umfangreichen Krippen-sammlung des Museums zu bewundern. Neben besonders wertvollen Krippen, wie etwa den vier Mazzotti-Krippen oder einer ehemaligen Kirchenkrippe, zeigt die Ausstellung auf den drei Etagen des historischen Heimatmuseums auch zahlreiche kleinere Krippen sowie eine Vielzahl liebevoll gestalteter Mini-krippen. Die Gäste, die am Eröffnungstag die Gelegenheit zu einem Rundgang durch die Ausstellung nutzen, zeigten sich durchweg beeindruckt von der Vielfalt der ausgestellten Exponate.

Bei Kaffee, Kakao, Waffeln und Gebäck, im Anschluss an den Rundgang, kam es darüber hinaus zu vielen netten Begegnungen und angenehmen Gesprächen in kleinem Kreis.  

Die Ausstellung kann noch bis zum 31.1.2026 zu den normalen Öffnungszeiten des Heimatmuseums Kinderhaus, jeweils sonntags von 15-17 Uhr, besichtigt werden. 

SAMSTAG, 1.11.2025, 12 Uhr

Gedenken an die Verstorbenen der Bürgervereinigung Kinderhaus

Wie in jedem Jahr zu Allerheiligen traf sich am 1.11.2025 um 12 Uhr eine kleine Gruppe der Bürgervereinigung Kinderhaus am Hochkreuz des Friedhofs, um der verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Als Zeichen der Verbundenheit und Anerkennung  legte der 1. Vorsitzende der Bürgervereinigung, Dr. Christopher Görlich, ein Gesteck am Fuße des Hochkreuzes nieder. 

MITTWOCH, 22.10.2025, 19 UHR

Lesung der Buchautorin Gabriele Bagge

Am 22.10.2025 war die aus Vechta stammende Schriftstellerin Gabriele Bagge zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. In ihrer Lesung stellte sie die drei Bände ihrer Familiensaga: „Bevor der Herbst kommt“, „Ewig ist so lange“ und „In gewissem Grade glücklich“ vor. Bei dieser Trilogie handelt es sich um eine persönlich inspirierte Familiensaga aus Norddeutschland.

Wie war das Leben im ausgehenden 18. Jahrhundert im Oldenburger Münster-land. Gabriele Bagge hat sich tief hineinbegeben in die Geschichte unserer Vorfahren, in die historischen und gesellschaftlichen Bedingungen der damaligen Zeit. In ihren Büchern erzählt sie die Geschichte ihrer Urururgroßeltern Anton Auling aus Münster und Sophia Mohr aus Diepholz. Die beiden wachsen in einer Gesellschaft auf, die es den beiden schwer macht, eigene Lebenspläne zu realisieren. Besonders Sophia als junge Frau muss sich gegen viele Widerstände durchsetzen, bis sie schließlich aus ihrem Elternhaus ausbricht und sich auf den Weg in ein eigenes Leben macht.

 

MITTWOCH, 8.10.2025, 18 UHR

Eine Reise zum Nordkap mit Helmut Baumeister

Am Mittwoch, den 8. Oktober 2025, um 18:00 Uhr war Herr Helmut Baumeister zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. In seinem Vortrag berichtete er über eine Reise mit dem Fahrrad zum Nordkap. Zusammen mit seiner Frau hat er sich im Mai 2018 auf die etwa 3000 km lange Strecke zum nördlichsten Reiseziel Europas gemacht.

Von Münster aus ging es zunächst mit Bahn und Schiff nach Helsinki. Von dort aus startete das Ehepaar Baumeister dann seine Reise mit dem Fahrrad durch die Weiten Finnlands. Am Rande der Route durch beeindruckende Landschaften gab es viele interessante Sehenswürdigkeiten, wie Museen, Kirchen, Husky-Farmen, Naturreservate etc. zu bestaunen. Von Lappland ging es dann in Richtung Nordkap, wo die Beiden bei extrem schlechten Wetterverhältnissen ankamen. Der Rückweg führte entlang der norwegischen Küste, mit Zwischen-stopps in Hammerfest, auf den Lofoten, in Tromsø etc.. Die Strecke legten sie etappenweise mit dem Fahrrad oder dem Postschiff zurück. Vom norwegischen Bergen aus ging es dann nach drei Monaten wieder mit dem Schiff zurück nach Deutschland. 

Anhand zahlreicher beeindruckender Bilder berichtete Herr Baumeister über die erlebnisreiche Tour durch die atemberaubende Natur Finnlands und über die vielen interessanten Sehenswürdigkeiten am Rande der Wegstrecke. 

 

 

DONNERSTAG, 25.9.2025, 18 UHR

Lambertusspiel mit den Kindern der Kita St. Josef

Einem alten münsterschen Brauchtum folgend hat die Bürgervereinigung Kinderhaus, gemeinsam mit den Kindern der Kita St. Josef, das Lambertusfest gefeiert. Die Veranstaltung fand am 25.9.2025 um 18 Uhr auf dem Hof des Jugendheims am Pastorsesch statt. Nachdem die Kinder ihre bunten Laternen an der geschmückten Pyramide aufgehängt hatten, ging das Singspiel los. Gemeinsam mit ihren Eltern zogen die Jüngsten im Kreis um die Pyramide und sangen dabei die traditionellen Lambertuslieder. Offensichtlich wurden diese Lieder zuvor im Kindergarten fleißig geübt, denn alle Kinder haben laut und textsicher mitgesungen. Höhepunkt der gut besuchten Veranstaltung war schließlich der Auftritt des Kirmesbauern. Zum bekannten Lambertuslied „O Buer wat kost dien Hei“ zog der Kirmesbauer um die Pyramide und suchte sich aus der aufgeregten Kinderschar zuerst eine „liäwe Frau“ und schlussendlich einen „Pottlecker“. Die zahlreichen fröhlichen Kindergesichter am Ende der Veranstaltung lassen vermuten, dass es den Jüngsten gut gefallen hat.

SAMSTAG, 20.9.2025

Ausflug der Kustodinnen und Kustoden

Am 20. September 2025 fand der diesjährige Ausflug der Kustodinnen und Kustoden statt. Erstes Ziel des Tages war der Flughafen Münster-Osnabrück (FMO), wo die Gruppe an einer Flughafenführung teilnahm. Begrüßt wurde das Kustodenteam von einem Besucherführer des FMO, der zunächst über die Entwicklung des Flughafens seit seiner Eröffnung im Jahre 1972 berichtete. Mit Stolz verwies er auf die etwa 40000 Flugbewegungen im Jahre 2024 sowie auf die ständig steigende Fluggastzahl, die im vergangenen Jahr die Marke von 1,3 Millionen erreichte. Nach dieser kurzen Einführung startete der geführte Rundgang durch den öffentlichen Teil des Terminals. Er bot einen interessanten Einblick in die verschiedenen Bereiche und die vielfältigen Abläufe des Flughafens. Vorbei ging es an der Business Lounge, dem Duty-Free-Bereich, dem großen MS-Flugsimulator etc., zu denen der Besucherführer viele interessante Details zu berichten wusste. Schließlich ging es durch die Sicherheitsschleuse in den exklusiven Bereich des Flughafens, der sonst nur für Fluggäste und das Sicherheitspersonal zugänglich ist. Bei der anschließenden Fahrt mit dem Vorfeldbus konnte das Kustodenteam den Flughafenbetrieb aus nächster Nähe erleben. Es ging vorbei an Flugzeugen sowie den Hangars für die Betriebs- und Feuerwehrfahrzeuge. Endstation der Bustour war der Bereich der Gepäck-ausgabe, wo auch die 90-minütige Führung schließlich endete. 

Das zweite Ziel des Ausflugs war das typisch münsterländische Traditionslokal „Hölt´ne Schluse“ am Max-Clemens-Kanal. Bei Kaffee, Kuchen und Schinken-schnittchen konnten die Kustodinnen und Kustoden unter anderem hautnah miterleben, wie das offene Herdfeuer des rustikalen Gasthofes in Gang gesetzt wurde. Ein Vorgang, der zu gewissen Geruchs- und Sichtbeeinträchtigungen führte. Nach zwei unterhaltsamen Stunden in froher Runde ging es von dort schließlich zurück nach Kinderhaus.   

SONNTAG, 14.9.2025,                        15:00 UHR UND 16:30 UHR

Tag des offenen Denkmals

Anlässlich des Tages des offenen Denkmals boten die Bürgervereinigung Kinderhaus und die Gesellschaft für Leprakunde zwei Führungen an, die unter der fachkundigen Leitung von Herrn Dr. Klötzer standen. Ziel der Rundgänge war es, einen historischen Rückblick zu geben auf die Entstehung und Nutzung des Leprosoriums sowie des als Pfründnerhaus bezeichneten Fachwerkgebäudes, in dem sich heute das Heimatmuseum Kinderhaus und das Lepramuseum befinden. Die Wurzeln beider Gebäude reichen zurück bis in das 14. Jahrhundert mit der Errichtung des Leprosoriums, das sich im heutigen Bauerngarten des Pfründnerhauses befand. Etwa zehn leprakranke Bürger der Stadt Münster waren seinerzeit dort untergebracht. Herr Dr. Klötzer berichtete über die Lebensbedingungen sowie die Versorgung der Erkrankten und erklärte in diesem Zusammenhang auch die Herkunft des Namens „Kinderhaus“.

Nachdem die Lepra besiegt war, ließ Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen 1661 neben dem Leprosorium das Pfründnerhaus als Wohn- und Werkhaus für Waisenkinder errichten. Doch bereits ab 1684 wurde das Gebäude ausschließlich als Unterkunft für arme und bedürftige Menschen genutzt und bekam daher auch die Bezeichnung „Armenhaus“. Im Jahre 1986 schließlich zog das Lepramuseum in den rechten Gebäudeteil ein. Sieben Jahre später, im Jahre 1993, wurde dann das Heimatmuseum Kinderhaus im linken Teil des Gebäudes eröffnet.

Mit einem kurzen Rundgang durch beide Museen und dem Besuch des so genannten Ratskellers, der sich unterhalb des Lepramuseums befindet, endete die überaus interessante Führung.

SONNTAG, 31.8.2025, 15 UHR

Eröffnung der Ausstellung mit Gemälden des Malers Igor Zhuk

Am 31.8.2025 um 15 Uhr eröffnete die o.g. Ausstellung im Heimatmuseum Kinderhaus. Unter dem Titel „Sehnsucht: Augenblick“ sind zahlreiche Portraitbilder, Stillleben sowie Gemälde mit Szenen aus dem Alltagsleben zu sehen. 

Der aus Kiew stammende Maler absolvierte 1989 erfolgreich die Staatliche Kunstfachschule der Republik Ukraine. In den Jahren 1989 bis 1998 besuchte er die ukrainische Staatliche Akademie für Kunst in Kiew. Dort erhielt er 1995 den Abschluss als Maler für Restauration und schloss im Jahre 1998 mit dem Magister in Malerei sein Studium ab. 

Seit 2001 wohnt und arbeitet Herr Zhuk in Münster und ist seit 2004 Mitglied des Berufsverbandes bildender Künstlerinnen und Künstler. Er war mit seinen Gemälden bereits auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten.

Zur Eröffnung der Ausstellung kamen etwa zwanzig interessierte Besucherinnen und Besucher. Auch Herr Zhuk selbst war zur Eröffnung erschienen. Nach der Begrüßung aller Anwesenden durch den 1. Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus, Herrn Dr. Christopher Görlich, richtete auch der Künstler ein paar Grußworte an die erschienen Gäste. Er berichtete über die Hintergründe und die Motivation, die ihn zur Malerei geführt haben. Insbesondere dankte er der Bürgervereinigung Kinderhaus dafür, seine Werke in einem so angenehmen Ambiente präsentieren zu können. Beim anschließenden Rundgang durch die Ausstellung gab Herr Zhuk einige Erläuterungen zur Maltechnik sowie zu den Personen und Motiven, die auf den Gemälden zu sehen sind.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26.10.2025 geöffnet und kann jeweils sonntags in der Zeit von 15-18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

SONNTAG, 10.8.2025, 15 UHR

Geführte Radtour entlang des roten Kinderhauser Rundweges

Am Sonntag, den 10. August 2025, traf sich eine Gruppe von 12 Personen um 15 Uhr am Heimatmuseum Kinderhaus, um bei strahlendem Sommerwetter an der geführten Radtour entlang des roten Kinderhauser Rundweges teilzunehmen. Die Exkursion stand unter der fachlichen Leitung von Herrn Walter Schröer, dem 2. Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus. Entlang der etwa 10 km langen Wegstrecke gibt es insgesamt 24 Stationen, an denen Herr Schröer viele interessante Informationen zur Historie und Entwicklung des Stadtteils Kinderhaus gab. 

SONNTAG, 6.7.2025,11-17 UHR

Kinderhauser Museumstag 2025

Am Sonntag, den 6.7.2025, fand der diesjährige Kinderhauser Museumstag statt. In den Räumlichkeiten und Außenanlagen von Heimatmuseum und Lepra-museum wurde in der Zeit von 11-17 Uhr ein attraktives Aktionsprogramm für Jung und Alt angeboten.

Um 11 Uhr begrüßten die Vorsitzenden von Bürgervereinigung und Lepra-gesellschaft die eintreffenden Gäste ganz herzlich. Viele Familien mit Kindern waren gekommen und nahmen begeistert und mit vollem Einsatz an den Wettbewerben im Sackhüpfen und Dosenwerfen teil. Eine besondere Attraktion war ein überdimensionaler Flipper aus Holz, der nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen anlockte. Ebenso sorgten der Töpfertisch und das Museumsquiz bei den Jüngsten für viel Begeisterung. In der historischen Schuhmacherwerkstatt des Heimatmuseums erklärte ein Schuhmacher die vorhandenen Werkzeuge und zeigte deren Einsatz. Eine Kustodin des Heimat-museum gab am museumseigenen Webstuhl eine kurze Einführung in die Technik des Webens. Schließlich berichtete eine Lepröse über das düstere Leben einer Aussätzigen im Leprosorium Kinderhaus.

Bei einem Rundgang durch die Museen gab es am Museumstag nicht nur die Exponate der Dauerausstellungen zu bewundern, sondern in beiden Häusern konnten überdies interessante Sonderausstellungen besichtigt werden.

Mit einem reichhaltigen Kuchenbüffet, einem Grillwurststand, Kaffee und gekühlten Getränken wurde auch für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher umfassend gesorgt. Musikalisch begleitet wurde das Fest von den „Original Kinderbachtalern“ mit volkstümlicher Blasmusik sowie von dem Duo Marcelo und Claudia mit seinen lateinamerikanischen Rhythmen. 

Auch wenn das Wetter nicht optimal war, blieb die Stimmung bei den Besucherinnen und Besuchern durchweg heiter. Am Rande des Festes gab es viele nette Begegnungen mit Gesprächen in froher Runde. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung.

MITTWOCH, 11.6.2025, 14 UHR

Besuch des Zentralmagazins des LWL-Museums für Naturkunde

Am 11.6.2025 besuchte eine Gruppe der Bürgervereinigung Kinderhaus das Zentralmagazin des LWL-Museums für Naturkunde in der Speicherstadt von Münster. Dieses, im Jahre 2019 eröffnete Gebäude beherbergt auf drei Etagen eine umfangreiche Sammlung von präparierten Wirbeltieren, Insekten, Fossilien, Mineralien und Gesteinen. Besonders erwähnenswert ist das Herbarium, das mit seiner Vielzahl von Pflanzen, Moosen, Pilzen, Flechten etc. die größte botanische Sammlung im Land NRW ist. Geleitet wurde der Rundgang von Herrn Dr. Bernd Tenbergen, Leiter des Herbariums und stellvertretender Museumsdirektor. Er führte die Besuchergruppe fachkundig durch die verschiedenen Abteilungen des Hauses und wusste zu den einzelnen Exponaten interessante Anekdoten zu erzählen.

SONNTAG, 1.6.2025, 15 UHR

Geführte Radtour entlang des blauen Kinderhauser Rundweges

Am Sonntag, den 1.6.2025, traf sich eine Gruppe von 13 Personen um 15 Uhr am Heimatmuseum Kinderhaus, um an der geführten Radtour entlang des blauen Kinderhauser Rundweges teilzunehmen. Die Exkursion stand unter der fachlichen Leitung von Herrn Walter Schröer, dem 2. Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus. Entlang der etwa 5 km langen Wegstrecke gibt es insgesamt 14 Stationen, an denen Herr Schröer viele interessante Informationen zum Stadtteil Kinderhaus gab.    

MITTWOCH, 28.5.2025, 18 UHR

Eine kleine Bienenkunde"

Vortrag von Sabine und Stefan Klümper

Am Mittwoch, den 28. Mai 2025, war das Imkerehepaar Sabine und Stefan Klümper zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. Zu Beginn ihres Vor-trags stellten Sie den Zuhörerinnen und Zuhörern zunächst ihre Imkerausrüstung vor, die sie für die tägliche Arbeit mit den Bienen benötigen. Anschließend berichteten sie ausführlich über das Bienenvolk als Lebensgemeinschaft sowie über die Fortpflanzung der Bienen. Dabei gingen sie insbesondere auch auf die hierarchische Stellung von Königinnen, Drohnen und Arbeitsbienen innerhalb des Bienenvolkes ein. Weitere Themenschwerpunkte des Vortrags befassten sich mit den typischen Aufgaben im Leben einer Arbeitsbiene, dem Schwarmfang und dem Schutz der Bienen vor Milbenbefall (Varroabehandlung). Zum Abschluss ihrer Präsentation sprach das Ehepaar Klümper schließlich über die Honig-verarbeitung, die sich von der Honigernte über das Schleudern bis hin zum Abfüllen des Honigs erstreckt. 

Der sehr interessante Vortrag vermittelte einen guten Einblick in die Arbeit des Imkers. Insbesondere wurde allen Zuhörerinnen und Zuhörern klar, wieviel Arbeit hinter der Gewinnung des allseits so beliebten Honigs steckt.   

SONNTAG, 13.4.2025, 15 UHR

Ostereier färben im Heimatmuseum

Das Einfärben und Bemalen von Eiern zur Osterzeit hat eine lange Tradition. Das in früheren Zeiten sehr beliebte Einfärben mit Naturfarbstoffen, z.B. verschie-denen Gemüsesorten, ist weitestgehend in Vergessenheit geraten. Um diese alten Färbeverfahren wieder aufleben zu lassen, fand am Sonntag, den 13. April 2025, ab 15 Uhr ein Aktionsnachmittag für Kinder im Heimatmuseum Kinderhaus statt. Dort wurden die alten Techniken gezeigt und direkt ausprobiert. Etwa 15 Kinder waren gekommen und haben mit vollem Einsatz und vielen kreativen Ideen die Ostereier kunstvoll gestaltet. Die zahlreichen fröhlichen Kindergesichter am Ende der Veranstaltung lassen vermuten, dass es den Jüngsten gut gefallen hat.

 

MITTWOCH, 9.4.2025, 15:30 UHR

Besuch des Geomuseums der Universität Münster

Auf Einladung der Bürgervereinigung Kinderhaus traf sich am Nachmittag des 9.4.2025 eine Gruppe von 10 Personen, um die Ausstellung im Geomuseum Münster zu besichtigen. Der Besuch begann mit der Begrüßung durch eine Mitarbeiterin des Museums. Sie sprach zunächst über die Historie des Geo-museums und ging dabei insbesondere auch auf die Geschichte des barocken Gebäudes der Landsbergschen Kurie ein, in dem sich heute das Geomuseum befindet. Die eigentliche Führung durch die Ausstellung stand unter der fach-kundigen Leitung einer studentischen Mitarbeiterin des Museums. Bei der ersten Station des Rundgangs ging es um die Entstehung des Mondes sowie um die Frage, welche Informationen Meteorite über die Entstehungsgeschichte der Erde liefern. Im weiteren Verlauf der Führung ging es vorbei an einer Präsentations-wand, auf der die tektonischen Kräfte erklärt wurden, die seit etwa 4,6 Milliarden Jahren das Erscheinungsbild der Erde kontinuierlich verändern. Der nächste Programmpunkt befasste sich mit der bunten Welt der Minerale, von denen zahlreiche Exemplare, geordnet nach der so genannten Mineralsystematik, in einer Wandvitrine zu bestaunen waren. Der Rundgang führte weiter in den Ausstellungsbereich „Lebewelt der Kreide-Meere“, in dem es zahlreiche verstei-nerte Zeugnisse des tierischen und pflanzlichen Lebens der erdgeschichtlichen Vergangenheit zu sehen gab. Den beeindruckenden Höhepunkt der Führung bildete schließlich das etwa 43000 Jahre alte Skelett eines Wollhaarmammuts, das im Jahre 1910 in einer Tongrube bei Ahlen gefunden wurde. 

MITTWOCH, 11.9.2024, 18 UHR

Hannes Demming erzählt über seinen Werdegang an der Niederdeutschen Bühne Münster

Am 11.9.2024 um 18 Uhr war Herr Hannes Demming, ein Urgestein der Niederdeutschen Bühne Münster, zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. Zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um den Vortrag des Schauspielers, Autors und ehemaligen Gymnasiallehrers zu hören. Nach der Begrüßung der Gäste und des Referenten durch den 2. Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus, Herrn Walter Schröer, startete Herr Demming seinen Bericht mit einer kurzen Rückblende auf seine Jugend, die er in Rheine und später in Münster verbrachte. Er sprach sodann darüber, wie er als junger Mann zur Niederdeutschen Bühne Münster kam. Sein Talent als Schauspieler wurde dort schnell entdeckt und war weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. So gehörte er, neben seinem Engagement an der Niederdeutschen Bühne, zehn Jahre lang zum Ensemble des Borchert-Theaters in Münster und spielte darüber hinaus gelegentlich auch auf der Bühne des Theaters im Bauturm in Köln. Ab 1963 kamen dann noch Auftritte in Rundfunk, Film und Fernsehen hinzu. Parallel dazu war er hauptberuflich als Gymnasiallehrer tätig, zunächst in Münster-Hiltrup und später in Recklinghausen. Wie er selbst anmerkte, fand er in dieser Zeit wenig Schlaf, so dass der dringende Bedarf bestand, seine vielseitigen Aktivitäten ein wenig einzuschränken. Er gab seine Engagements in Rundfunk, Film und Fernsehen auf und konzentrierte sich auf seine Arbeit an der Niederdeutschen Bühne Münster, die er in den Jahren von 1974 bis 2010 als Vorsitzender leitete und der er bis heute treu geblieben ist. Zum Abschluss seines Rückblicks trug Hannes Demming noch einige Texte in plattdeutscher Sprache vor. Dabei handelte es sich um selbstgeschriebene Verse, um ein Gedicht von Augustin Wibbelt sowie einen Auszug aus der Einleitung des Buches „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint Exupéry.   

Am Ende der Veranstaltung dankte Walter Schröer, dem Vortragenden und überreichte ihm als Anerkennung eine Festplatte, auf der 985 der Hörspiele von Hannes Demming in digitaler Form gespeichert sind. Dieser Datenträger entstand in mühevoller Detailarbeit von Walter Schröer, der Hörspiel für Hörspiel von der Musikkassette auf die Festplatte übertragen hat.

 

MITTWOCH, 28.8.2024, 19 UHR

Einführung in die Permakultur"

Vortrag von Roland Rietkötter

aus Neuhold, Manfred. Permakultur
aus Neuhold, Manfred. Permakultur

Der Begriff „Permakultur“ setzt sich aus den Worten „permanent“ und „agriculture“ zusammen und lässt sich mit „dauerhafte Landwirtschaft“ übersetzen. Es handelt sich hierbei um ein Gestaltungskonzept, mit dem sich nachhaltige Landschaften und Gärten nach dem Vorbild natürlicher Kreisläufe und Ökosysteme schaffen lassen. Mit dieser Begriffserklärung begann Herr Rietkötter seine Präsentation und beantwortete damit zugleich die zentrale Frage, die sich viele Zuhörerinnen und Zuhörer am Anfang des Vortrags gestellt hatten. Bei der praktischen Umsetzung der Permakultur gibt es eine Vielzahl von Gestaltungskriterien, die es zu beachten gilt. So steht zunächst einmal die Frage nach einer geeigneten Zonierung der Gartenfläche im Vordergrund. Kräuter, Gemüse und Beeren, die oft vom Menschen nachgefragt werden, sollten auf kurzem Wege vom Haus erreichbar sein. Darüber hinaus spielen Einflüsse wie Sonneneinstrahlung, vorherrschende Windrichtung, Schattenbereiche etc. eine ganz zentrale Rolle bei der Festlegung der Zonen. Hinzu kommen Fragen nach einer optimalen Beetgestaltung sowie nach natürlichen Düngungsmethoden. Ebenso ist zu klären, welche Pflanzen miteinander kompatibel sind und dicht benachbart zueinander angepflanzt werden können. Nicht zu vergessen sind schließlich auch die vielen fleißigen Helfer im Boden wie Bakterien, Pilze, Würmer, Käfer etc., deren Schutz und Förderung ganz maßgeblich für ein gesundes Pflanzenwachstum ist. Die zahlreichen Fragen, die nach dem Vortrag gestellt wurden, zeigen, dass es Herrn Rietkötter offensichtlich gelungen ist, das Interesse der Zuhörerschaft an der Permakultur zu wecken.

SAMSTAG, 8.6.2024, 16-17 UHR

Besuch der Villa ten Hompel

Auf Einladung der Bürgervereinigung Kinderhaus traf sich am 8. Juni 2024 eine Gruppe von 12 Personen um 16 Uhr zu einem Besuch in der Villa ten Hompel. Der Rundgang durch das Museum erfolgte unter fachkundiger Leitung eines Museumsangestellten, der zu Beginn auf die Historie des Gebäudes einging. Benannt ist die Villa nach ihrem Erbauer, dem Zementfabrikanten Rudolf ten Hompel, der in der Zeit von 1928 bis 1940, zusammen mit seiner Familie, das Gebäude bewohnte. In der Zeit von 1940-1945 war hier die Kommandozentrale der Ordnungspolizei untergebracht. In der Nachkriegszeit beherbergte die Villa zunächst den Entnazifizierungsausschuss und später das Dezernat für Wiedergutmachung. Seit 1990 ist das Gebäude im Besitz der Stadt Münster und dient seit 1999 als Gedenkstätte für die Verbrechen der Ordnungspolizei in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Dauerausstellung, die beim Rundgang besich-tigt wurde, erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg sowie von den zögerlichen Versuchen der juristischen Wiederaufarbeitung und Wiedergutmachung im Nachkriegs-deutschland. Mit zum Teil erschütternden Bildern wird die enorme Dimension der Beteiligung von uniformierten Polizeikräften bei der Deportation und Vernichtung von Verfolgten des NS-Regimes dokumentiert.

MITTWOCH, 8.5.2024, 18 UHR

Ein Jahrhundert in Münster - Fotografen, Fotografien und Geschichten aus den Jahren 1860 -1960 und etwas später

Vortrag von Henning Stoffers

Am 8.5.2024 war Henning Stoffers wieder einmal zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. In seinem Vortrag mit dem oben genannten Titel führte er die Zuhörerschaft auf unterhaltsame Art durch ein Jahrhundert Münsterscher Stadtgeschichte. Anhand von beeindruckenden Fotografien, Postkarten und Ansichtskarten präsentierte Herr Stoffers bekannte Gebäude und Straßen der Stadt, so wie sie zur damaligen Zeit aussahen. Die Mehrzahl der gezeigten Bilder stammt von namhaften Fotografen wie Friedrich Hundt, Josef Geyser, Carl Pohlschmidt, Pan Walther und vielen anderen. In seinem historischen Rückblick berichtete Herr Stoffers darüber hinaus vom gesellschaftlichen Leben im betrachteten Jahrhundert. Neben zahlreichen Aufnahmen von Münsters Cafés, Kinos, Kaffeewirtschaften, Kneipen und Tanzlokalen zeigte er auch Fotografien und ein kurzes Video vom Baden, Paddeln und Angeln an der Werse, was zur damaligen Zeit sehr beliebt war. Von besonderem Interesse für zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren die Bilder aus den 1950er bis 1970er Jahren. Viele erkannten dort Stadtmotive aus ihrer Jugendzeit, die es so heute nicht mehr gibt. Zum Abschluss präsentierte Herr Stoffers noch einige Bilder des Kinder-hauser Amateurfotografen Willi Zumbrock, der in den 1960er und 1970er Jahren zahlreiche Motive im Stadtteil Kinderhaus und der näheren Umgebung foto-grafierte. Unter anderem zeigen seine Aufnahmen die Situation vor und während der Entstehung der neuen Wohngebiete in der Brüningheide sowie entlang des Burlohs. 

Zu vielen der gezeigten Bilder wusste Herr Stoffers amüsante Anekdoten zu erzählen, was mit dazu beitrug, dass der etwa einhundert Minuten dauernde Vortrag bis zum Ende sehr unterhaltsam blieb. 

MITTWOCH, 10.4.2024, 18 UHR

Die turbulenten Jahre 1918-1933 in Münster

Vortrag von Henning Stoffers

Am 10. 4. 2024 war Henning Stoffers wieder einmal zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. In seinem Vortrag berichtete er in seiner unterhaltsamen Art über das Leben in Münster in den Jahren von 1918-1933. Es ist die Zeit der Weimarer Republik. Soldaten kehrten aus dem ersten Weltkrieg zurück, eine tiefgreifende Inflation belastete das deutsche Volk, es herrscht große Arbeitslosigkeit, die Bevölkerung leidet unter Lebensmittelknappheit und Entbehrungen. Dennoch herrscht in den 1920er Jahre eine rege Bautätigkeit in der Stadt Münster. Verwaltungsgebäude, Schulen, Kliniken, Brücken, Kirchen und zahlreiche neue Siedlungen entstehen überall im Stadtgebiet. Außerdem wird ein für die Stadt sehr prägendes Objekt, der Aasee, gebaut. Im Jahre 1930 finden in Münster gleich drei Großereignisse statt. Der deutsche Katholikentag mit etwa 130.000 Besucherinnen und Besuchern, der Großflugtag in der Loddenheide und schließlich der Feuerwehrtag. Im gleichen Jahr wird auch Münsters neuer Bahnhof eröffnet. Im Jahre 1933 kommt es dann zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten mit dramatischen Veränderungen für das Leben in der Stadt. In den fünfzehn Jahren zwischen 1918 bis 1933 wuchs die Einwohnerzahl von Münster von 100.000 auf 125.000.

Zum Abschluss seines Vortrags berichtete Henning Stoffers noch über die Geschichte der Lichtspielhäuser in der Stadt. Im Jahre 1906 bekam Münster das erste feste Kino, das Ludgeri-Theater, aus dem später das Capitol wurde. Wenig später eröffneten dann weitere Lichtspielhäuser, wie das Prinzipaltheater am Prinzipalmarkt, die Schauburg, das Apollotheater sowie zahlreiche weitere Kinos, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren. 

MITTWOCH, 6.3.2024, 18 UHR

Kaiserjahre-Kriegsjahre-Friedensjahre, Geschichten aus dem alten Münster

Vortrag von Henning Stoffers

Am 6.3.2024 war Henning Stoffers zu Gast im Heimatmuseum Kinderhaus. In seinem Lichtbildvortrag mit dem Thema "Kaiserjahre-Kriegsjahre-Friedensjahre, Geschichten aus dem alten Münster" führte er die Zuhörerinnen und Zuhörer zurück in Münsters bewegte Zeiten, d.h. in die Jahre von etwa 1840 bis 1960. In seiner Präsentation zeigte Herr Stoffers zahlreiche beeindruckende Fotografien, Dokumente und Postkarten, die er über viele Jahre gesammelt hat.

In seinem historischen Rückblick, den er in mehrere Unterabschnitte gliederte, berichtete Herr Stoffers z.B. über Themen wie den Um- und Neubau des Münsterschen Bahnhofs, die Stadtentwicklung, Wasser- und Biergeschichten sowie auch über Münsters Cafés, Kneipen und Tanzlokale. Insbesondere die historischen Höhepunkte, wie etwa den Besuch von Kaiser Wilhelm II im Jahre 1907 oder den ersten Katholikentag im Jahre 1930, hob er besonders hervor. Ein zentrales Thema war natürlich auch die Zerstörung der Stadt zum Ende des zweiten Weltkriegs, die Herr Stoffers mit vielen erschütternden Bildern in Erinnerung rief. Die anschließende Wiederaufbauphase mit ihrer zum Teil dramatischen Wohnraumsituation sowie die damit verbundene Veränderung des Stadtbildes wurden im abschließenden Themenschwerpunkt des Vortrags behandelt.

Zu vielen der genannten historischen Ereignisse wusste Herr Stoffers amüsante Anekdoten zu erzählen, die mit dafür sorgten, dass die Zuhörerschaft dem fast zwei Stunden dauernden Vortrag bis zum Schluss aufmerksam folgte.